Von der EU-Spitze ins Schloss Bellevue? – Von der Leyen als mögliche Bundespräsidentin im Gespräch

Ausgerechnet der linke Spiegel spekuliert: Ursula von der Leyen könnte nach ihrer umstrittenen Amtszeit in Brüssel als nächste deutsche Bundespräsidentin installiert werden. Kritiker schütteln den Kopf – und meinen, in diesem repräsentativen Amt könne sie immerhin weniger Schaden anrichten als an der Spitze der EU-Kommission.

Im Jahr 2027 endet die Amtszeit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD). Wer ihm nachfolgen wird, entscheidet nicht das Volk, sondern die großen Parteien im Hintergrund. Offiziell wählt die Bundesversammlung, doch der Kandidat steht in der Regel schon vorher fest.

Nun brachte der Spiegel Ursula von der Leyen ins Spiel. Für die 66-jährige CDU-Politikerin wäre das Amt im Schloss Bellevue ein krönender Abschluss ihrer langen Karriere. Nach zwei möglichen Amtszeiten als Bundespräsidentin wäre sie 77 Jahre alt – und müsste dafür ihre Zeit als EU-Kommissionspräsidentin deutlich verkürzen. Für Deutschland hätte das eine Konsequenz: Der Verlust der wichtigsten Machtposition in Brüssel.

Trotzdem gilt von der Leyen laut Spiegel als Favoritin. Der Grund: Der Mangel an Alternativen. Zudem spekuliert das Magazin, dass ein möglicher Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit ihrer Nominierung eine Rückkehr von Angela Merkel verhindern könnte – die Grünen sollen Gerüchten zufolge großes Interesse an einer Merkel-Kandidatur haben.

Von der Leyen unter Dauerbeschuss

Der Posten als Bundespräsidentin könnte für von der Leyen ein geordnetes politisches Ausstiegsszenario sein – ohne Gesichtsverlust. Denn in Brüssel steht sie seit Monaten massiv unter Druck:

  • Pfizergate: verschwundene SMS rund um ein milliardenschweres Impfstoff-Geschäft, das sogar ein Misstrauensvotum auslöste.

  • Green Deal: von Kritikern als wirtschaftliches Desaster für Europa bezeichnet.

  • Ukraine-Politik: ihr kompromissloser Kurs sorgt auch innerhalb der EU für Spannungen.

Ein Abschied aus Brüssel würde deshalb wohl nur wenige bedauern.

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