Vom Koran ins Gericht: Wie weit ist Schariarecht in Europa bereits verankert?

Wurde Schariarecht schon einmal in Österreich angewendet?
Die Antwort lautet: Ja. Es gab bereits frühere Fälle, in denen österreichische Gerichte Schiedssprüche anerkannten, die auf islamischem Familien- oder Vertragsrecht basierten. Allerdings stets mit Einschränkungen: Diskriminierung von Frauen oder Verstöße gegen Grundrechte wurden nicht akzeptiert.

Ein Beispiel: Ein österreichisches Gericht erkannte eine nach Scharia geschlossene Ehe für bestimmte vermögensrechtliche Fragen an – jedoch nicht für Unterhalts- oder Scheidungsfragen, wenn diese eine Ungleichbehandlung bedeutet hätten. Ähnliche Fälle gab es auch in Deutschland.

Was ist die Scharia überhaupt?

„Scharia“ bedeutet wörtlich „Weg zur Quelle“. Sie ist kein einzelnes Gesetzbuch, sondern ein System religiöser Normen und Regeln im Islam.

Ihre Grundlagen sind:

  • der Koran, das heilige Buch des Islam

  • die Sunna, die Überlieferungen über das Leben des Propheten Mohammed

  • der Ijma (Eschma), der Konsens islamischer Gelehrter

  • und der Qiyas, das Rechtsprinzip der Analogie.

Bereiche der Scharia

Die Scharia umfasst alle Lebensbereiche – religiöse, private und gesellschaftliche:

  • Rituale & Glaubenspraxis

  • Familienrecht

  • Strafrecht

  • Wirtschaft & Verträge

  • Ethik und Moral

Eine einheitliche Scharia gibt es nicht – ihre Anwendung hängt von den Rechtsschulen und den jeweiligen Staaten ab.

  • In gemäßigten oder säkularen Staaten wie der Türkei, Tunesien oder Indonesien gilt die Scharia meist nur im Familien- und Erbrecht für Muslime.

  • In streng islamisch geprägten Ländern wie Saudi-Arabien, Iran oder Afghanistan ist sie teilweise Staatsrecht.

Die Folgen sind harte Strafen: Bei Diebstahl droht Handabhacken, bei Alkoholkonsum Peitschenhiebe, bei Ehebruch sogar Steinigung – grausame Praktiken, die eher an das Mittelalter erinnern.

Afghanistan als aktuelles Beispiel

Seit der Rückkehr der Taliban im Jahr 2021 werden in Afghanistan wieder Steinigungen und andere drakonische Strafen nach Scharia vollzogen.

Gleichzeitig fließt weiterhin internationales Geld in das Land – auch aus Österreich:

  • 2021: über 22 Millionen Euro

  • 2023: rund 8 Millionen Euro

  • 2025: nochmals 1 Million Euro für Projekte in Afghanistan

Insgesamt hat Österreich seit 2017 mehr als 50 Millionen Euro bereitgestellt – für ein Land, in dem die Scharia mit all ihren strengen Vorschriften durchgesetzt wird.

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Schockierendes Urteil: Scharia-Recht kann in Österreich angewandt werden