95 % fahren Verbrenner – und zahlen für die E-Autos der anderen!

Fahren Sie ein Elektroauto? Oder gehören Sie zu den rund 95 % der Österreicher, die weiterhin auf den vertrauten Verbrenner setzen? Selbst wenn Sie kein E-Auto besitzen, sind Sie dennoch indirekt von der E-Mobilitätsförderung betroffen: Denn die steuerlichen Vergünstigungen für Elektrofahrzeuge haben erhebliche Auswirkungen auf den Staatshaushalt – und damit auf jeden Steuerzahler. Während die Förderung von Elektromobilität offiziell als Beitrag zum Klimaschutz verkauft wird, werfen Kritiker zunehmend die Frage auf, wer am Ende wirklich profitiert und welche Kosten dafür auf die Allgemeinheit abgewälzt werden.

Fast eine Milliarde Euro fehlt im Staatshaushalt

Die steuerliche Förderung von Elektroautos belastet den österreichischen Staatshaushalt zunehmend und lässt jährlich fast eine Milliarde Euro fehlen. Dies geht aus einer aktuellen Anfragebeantwortung des Finanzministers hervor, die auf Initiative der FPÖ erfolgte. Besonders profitieren von den Vergünstigungen Konzerne, Manager und Firmenflotten, während die Kosten vom Steuerzahler getragen werden. Allein die Befreiung von Sachbezügen bei Firmen-E-Autos führt zu Einnahmenausfällen von rund 350 Millionen Euro. Hinzu kommen Verluste bei der Umsatzsteuer von etwa 180 Millionen Euro, rund 160 Millionen Euro entfallen bei der Normverbrauchsabgabe und etwa 200 Millionen Euro bei den Vorsteuerabzügen. Zusammengerechnet ergibt sich daraus ein Defizit von knapp einer Milliarde Euro pro Jahr.

Alexander Petschnig, Geld- und Währungssprecher der Freiheitlichen

FPÖ kritisiert „Geldvernichtungsmaschine“

Die FPÖ übt scharfe Kritik an den Regelungen. Alexander Petschnig, Geld- und Währungssprecher der Freiheitlichen, bezeichnet die Praxis als „Gewesslerei in Reinform“ und betont, dass die breite Bevölkerung unter steigenden Lebenshaltungskosten und Kürzungen bei Pensionen leide, während vor allem Konzerne und Manager von den steuerlichen Privilegien profitierten. Er bezeichnet die bisherige Förderung der E-Mobilität nicht als Klimapolitik, sondern als „gigantische Geldvernichtungsmaschine auf Kosten der Steuerzahler“ und fordert eine gerechtere steuerliche Behandlung für alle. Die Diskussion um die finanziellen Auswirkungen der E-Auto-Förderung dürfte damit weiter an Fahrt gewinnen.

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