EU-Beitritt im Eiltempo? Ukraine peilt 2027 an – doch Widerstand wächst!

Die Ukraine drückt beim EU-Beitritt aufs Tempo: Trotz Krieg, Reformdruck und politischer Blockaden hält Kiew am ehrgeizigen Ziel fest, schon bis 2027 Mitglied der Europäische Union zu werden.

Vizepremier Taras Kachka macht klar: Der Zeitplan steht – und soll durchgezogen werden.

Turbo-Reformen und Rückenwind aus Europa

In den letzten Monaten hat die Ukraine wichtige Schritte gesetzt: Vorschriften wurden an EU-Standards angepasst, Industriegüter könnten bald leichter auf den europäischen Markt gelangen.

Auch politisch geht es voran: Hinter den Kulissen gelten bereits alle Beitrittskapitel als geöffnet – ein ungewöhnlich schneller Fortschritt, unterstützt von Ländern wie Deutschland, Frankreich und den baltischen Staaten.

Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt seit Monaten auf ein fixes Beitrittsdatum – für ihn ist der EU-Beitritt auch eine Frage der Sicherheit.

„Mitgliedschaft light“ als Hintertür?

In Brüssel wird bereits an Sonderlösungen gearbeitet: Eine Art „Mitgliedschaft light“ könnte der Ukraine einen schrittweisen Einstieg ermöglichen – zunächst aber ohne volles Mitspracherecht.

Ein heikler Kompromiss, der zeigt: Ganz reibungslos läuft der Beitritt nicht.

Orbán bremste – Streit um EU-Regeln

Der größte Widerstand kam aus Ungarn. Premier Viktor Orbán blockierte zentrale Fortschritte und pochte auf nationale Mitsprache.

In der EU wird deshalb sogar darüber diskutiert, das Einstimmigkeitsprinzip zu lockern – ein politischer Sprengstoff mit weitreichenden Folgen.

Zweifel am 2027-Ziel

Trotz aller Fortschritte wächst die Skepsis: Korruption, Justizreformen und politische Hürden sind noch lange nicht ausgeräumt.

Und selbst wenn Kiew liefert – am Ende müssen alle 27 EU-Staaten zustimmen. Viele Beobachter halten den Zeitplan deshalb für kaum realistisch.

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