Digitaler Terror per Paragraph: Bohrn Mena lässt kein Like ungestraft!

Sebastian Bohrn Mena sorgt derzeit für Schlagzeilen – und nicht unbedingt im positiven Sinne. Der Aktivist und ehemalige Politiker zieht eine Welle juristischer Schritte gegen “Hasskommentare” im Netz auf. Über 1.000 Personen sollen bereits betroffen sein, darunter auch Politiker. Kritiker sehen in Bohrn Menas Vorgehen eine gezielte Einschüchterungskampagne im digitalen Zeitalter: Wer ihm in die Quere kommt, muss mit teuren Prozessen rechnen.

In der letzten Ausgabe von „Wir sprechen Klartext“ hat Chefredakteur Michael Scharfmüller das Thema gemeinsam mit RTV-Chefredakteur Nicolas Schott intensiv behandelt. Bereits jetzt sind zahlreiche Zuschriften von Betroffenen bei der Redaktion eingegangen.

Skandal im TV

Bereits im Jänner 2022 sorgte Bohrn Mena bei „Fellner Live“ auf OE24 für Aufsehen, als er ironisch vorschlug, Polizei solle gegen Corona-Demonstranten nicht nur Wasser-, sondern auch Flammenwerfer einsetzen. Die Aussage wurde als Aufruf zu Gewalt gewertet – ein Skandal, der dennoch keine unmittelbaren Konsequenzen für Bohrn Mena hatte. Gleichzeitig verfolgt er nun konsequent Hasskommentare im Netz und droht auch jenen mit hohen Geldforderungen, die lediglich Beiträge liken.

Die Klagewelle

Zusammen mit Anwalt Robert Kerschbaumer und einem Prozessfinanzierer startet Bohrn Mena eine Serie juristischer Schritte. Geklagt werden nicht nur die Verfasser von Hasspostings, sondern auch Personen, die diese Inhalte geliked haben. Über 1.000 Einzelpersonen stehen bereits auf der Liste und sollen rechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Auch mehrere FPÖ-Politiker, darunter Kunasek, Nepp und Krauss, werden angegriffen, weil auf deren Facebook-Seiten Kommentare stehenblieben. Ein erstes Urteil gegen FPÖ-Politiker Patrick Haslwanter wurde bereits veröffentlicht.

Bohrn Mena betont, dass Kritik erlaubt sei, Hass, Gewaltfantasien und Morddrohungen jedoch nicht. Doch Kritiker sehen die Praxis kritisch: Schon das Setzen eines Likes kann immense finanzielle Folgen haben, selbst wenn die Absicht des Nutzers unklar war.

Neuer Fall: Facebook-Like kostet 4.700 Euro

Ein aktueller Fall illustriert die Schärfe von Bohrn Menas Vorgehen: Ein Facebook-Nutzer aus Niederösterreich, der unter einem Beitrag kommentierte und diesen Kommentar likete, soll nun knapp 4.700 Euro zahlen. Laut Bohrn Menas Anwalt habe der Nutzer durch das Like aktiv zur weiteren Verbreitung des Beitrags beigetragen. Der Fall zeigt, wie aggressiv Bohrn Mena auch kleinere Nutzer ins Visier nimmt – eine Praxis, die in der Öffentlichkeit als überzogen und einschüchternd wahrgenommen wird.

Ein ähnliches Vorgehen kennt man auch von Katharina Nehammer, Ehefrau von Bundeskanzler Karl Nehammer, die 2021 über 300 Facebook-Nutzer wegen falscher Behauptungen verklagte – selbst in Einzelfällen minderjährige Personen. Bohrn Mena betreibt dieses Vorgehen jedoch in noch größerem Maßstab und greift damit systematisch Einzelpersonen an, die ihm kritisch gegenüberstehen oder seine Aktionen nur marginal unterstützen.

Hinweis für Betroffene:

Wenn Sie selbst von Klagen oder rechtlichen Schritten im Zusammenhang mit Sebastian oder Veronika Bohrn Mena betroffen sind und darüber berichten möchten, wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter: redaktion@rtv.news. Wir sind interessiert an Ihren Erfahrungen und wollen das Thema transparent begleiten.

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