Familienbonus vor dem Aus? Jetzt schlägt die FPÖ Alarm
Die Debatte um den Familienbonus nimmt richtig Fahrt auf – und sorgt bei vielen Eltern für Verunsicherung. Hintergrund: Experten und der Fiskalrat bringen wegen des Budgetdefizits sogar eine Abschaffung ins Spiel. Für FPÖ-Familiensprecherin Ricarda Berger ist das ein klarer Angriff: Wer den Familienbonus infrage stellt, treffe genau jene, die täglich arbeiten, Steuern zahlen und Kinder großziehen.
FPÖ-Familiensprecherin Ricarda Berger
Bis zu 167 Euro weniger – Familien zittern
Der Familienbonus ist für viele Haushalte bares Geld wert. Bis zu 167 Euro pro Kind und Monat könnten wegfallen – eine spürbare Lücke im Familienbudget. Gerade in Zeiten steigender Preise sei das besonders brisant. Schon jetzt stehen viele Familien unter Druck, auch weil andere Leistungen eingefroren wurden und real an Wert verlieren.
Sparhammer droht: Immer mehr Leistungen auf dem Prüfstand
Die Diskussion kommt nicht von ungefähr: Österreich kämpft mit einem wachsenden Budgetloch. Laut Experten braucht es Einsparungen – und dabei geraten auch Familienleistungen ins Visier. Bereits beschlossen wurde, dass wichtige Unterstützungen wie Familienbeihilfe oder Kinderbetreuungsgeld nicht mehr automatisch an die Inflation angepasst werden.
Für viele bedeutet das: weniger Kaufkraft trotz steigender Lebenshaltungskosten.
Scharfe Kritik an der ÖVP
Besonders heftig kritisiert Berger die Rolle der ÖVP. Diese rede zwar oft von Familienwerten, lasse die Familien aber im entscheidenden Moment im Stich.
Wer auch nur über Kürzungen nachdenke, verliere jede Glaubwürdigkeit als Familienpartei, so der Vorwurf.
„Familien sind kein Sparposten“
Der Freiheitliche Familienverband fordert ein klares Bekenntnis zum Familienbonus. Familien dürften nicht zur Budgetmasse werden, an der gespart wird.
Sie seien das Fundament der Gesellschaft – und wer hier kürzt, spare letztlich an der Zukunft Österreichs. Gerade bei sinkenden Geburtenzahlen brauche es mehr Unterstützung statt weniger. Alles andere sei kurzsichtig – und könnte langfristig teuer werden.