EU will Sikahirsche loswerden: Tausende Tiere vor dem Aus

Was einst von Kaiser Franz Joseph geschätzt wurde und seit rund 150 Jahren Teil heimischer Wildgehege ist, steht nun vor dem Aus. Die Europäische Union plant, den aus Ostasien stammenden Sikahirsch als invasive Tierart einzustufen. Die Folge: Haltung, Zucht, Transport und Vermarktung sollen verboten werden.

Rund 3.000 Tiere betroffen

Laut Medienberichten wären in Österreich rund 3.000 Sikahirsche betroffen. Mehr als 250 Betriebe könnten dadurch vor erheblichen Problemen stehen. Der wirtschaftliche Schaden wird auf rund 16 Millionen Euro geschätzt. Spätestens bis August 2027 müssten die Bestände abgebaut werden.

Kritik an Brüsseler Vorgaben

Für heftigen Widerstand sorgen die Pläne vor allem bei Jagd- und Wildverbänden. Kritiker sprechen von einer überzogenen Maßnahme und warnen vor einer faktischen Ausrottung der Tiere. Sie verweisen darauf, dass Sikahirsche in Österreich überwiegend in eingezäunten Gehegen gehalten werden und seit Generationen Teil der heimischen Wildwirtschaft sind.

Betriebe fürchten hohe Verluste

Viele betroffene Betriebe sehen ihre Existenz gefährdet. Sie kritisieren, dass Brüssel keine nationalen Ausnahmen oder längeren Übergangsfristen zulassen will. Aus ihrer Sicht wäre ein kontrolliertes Bestandsmanagement sinnvoller als ein generelles Verbot.

Entscheidung sorgt weiter für Diskussionen

Ob die Pläne noch geändert werden können, ist derzeit offen. Die EU-Kommission hält bislang jedoch an ihrer Linie fest und sieht nach eigenen Angaben keinen Spielraum für Sonderregelungen.

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