450 Jahre Haft: Hartes Urteil gegen Antifa-Terroristen

Ein Urteil in den USA sorgt derzeit für großes Aufsehen: Ein Gericht im Bundesstaat Texas verhängte gegen acht mutmaßliche Antifa-Terroristen Haftstrafen von insgesamt rund 450 Jahren. Auslöser war ein Angriff auf ein Abschiebezentrum der US-Einwanderungsbehörde ICE im Juli des vergangenen Jahres.

Angriff auf Abschiebezentrum

Die Staatsanwaltschaft wertete die Aktion als gezielten „terroristischen Angriff“ auf staatliche Einrichtungen und Sicherheitskräfte. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand ein Angeklagter, der nach Überzeugung der Geschworenen einem Vollzugsbeamten in den Hals geschossen haben soll.

Der Beamte überlebte den Angriff, dennoch verhängte das Gericht wegen versuchten Mordes eine Freiheitsstrafe von 100 Jahren gegen den Hauptangeklagten.

Jahrzehnte hinter Gittern

Auch die übrigen sieben Verurteilten müssen mit langen Haftstrafen rechnen. Laut Urteil wurden sie zu Gefängnisstrafen zwischen 30 und 70 Jahren verurteilt. Insgesamt summieren sich die Strafen auf rund 450 Jahre.

Justiz setzt Zeichen

US-Justizminister Todd Blanche sprach von einem klaren Signal gegen politische Gewalt und Angriffe auf Sicherheitskräfte. Der Staat werde entschlossen gegen Extremismus und Gewalt vorgehen.

US-Justizminister Todd Blanche

Die Verteidigung sieht das anders. Die Anwälte kritisierten das Strafmaß als unverhältnismäßig und argumentierten, ihre Mandanten hätten niemanden verletzen wollen.

Urteil mit Signalwirkung

Das Verfahren gilt als richtungsweisend für den künftigen Umgang der US-Justiz mit mutmaßlich gewaltbereiten linksradikalen Gruppen. Beobachter gehen davon aus, dass der Fall weit über Texas hinaus Folgen haben könnte und die Debatte über politischen Extremismus in den USA weiter anheizen wird.

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